Burma heißt heute Myanmar. Es grenzt im Norden an China, im Süden an Thailand. Es wird seit 1962 von einer Militärjunta regiert und es gibt auch heute noch keine Hoffnung auf einen demokratischen Wandel. Seit fast 50 Jahren ist Burma vom Westen und der internationalen Welt isoliert. Diese Isolation verbunden mit einer katastrophalen Wirtschaftslage hält die Menschen in Armut gefangen.
Schuld daran ist die Politik der Generäle, aber ebenso die immer härteren Wirtschaftssanktionen des Westens gegen das Land. Sie bewirken das Gegenteil von dem, wofür sie eigentlich gedacht sind: das Bildungs- und Gesundheitswesen verschlechtern sich immer mehr. Hunderttausende Burmesen leben heute in der Illegalität in Thailand. Die Kinder der geflüchteten Familien landen oft in unseren Kinderheimen. Die Grenze nach Thailand ist nicht weit entfernt.
Im Herbst 2007 wurde der friedliche Aufstand der Mönche blutig niedergeschlagen. Der Zyklon Nargis im Mai 2008 hat über 100 000 Menschenleben gefordert, Häuser und ganze Landstriche zerstört. Die Bevölkerung versinkt immer mehr in Armut.
Im Jahr 2000 sind Jutta und Bruno Gimmel in einem abgelegenen Teil des Landes (Kyaiktyo) auf ein Kinderheim gestoßen, in dem damals 180 Kinder lebten. Geleitet wird das Heim von einem buddhistischen Mönch.
Damals musste Frischwasser in Blechtonnen von weither geschafft werden - viel zu wenig zum Waschen für so viele Kinder. Vor allem die Kleinsten hatten Krätze, Würmer und Magen- Darmerkrankungen. Das Essen war erbärmlich und es gab zu wenig Schlafmöglichkeiten. Am meisten aber litten alle unter dem Mangel an Wasser. Die Situation war so erschreckend, dass man etwas dagegen unternehmen musste.
"Als wir im Januar 2001 wieder kamen, hatten wir zuhause Geld gesammelt, um eine Wasserversorgung zu bauen. 1,5 km vom Heim entfernt wurde ein Loch ausgehoben, das sich schnell mit klarem Wasser füllte. In der Hauptstadt Rangun kauften wir zwei starke Dieselmotoren, zwei Pumpen und 1500 m Plastikrohre. Direkt beim Kinderheim wurde ein Unterbodentank gebaut, der 15.000 l fasst. Im März spritzte das erste Wasser, die Freude war riesengroß. Die Baukosten betrugen 5000 €!"
Schon im nächsten Jahr sah alles viel besser aus. Die Kinder waren sauber und die Hautkrankheiten verheilt. Es gab Wasser in Hülle und Fülle. Bananenpalmen, Papayabäume und Gemüse wurden angebaut. Wir ließen noch weitere Wassertanks und zwei Badehäuser bauen.
Die Zahl der Kinder im Heim Nr.1 nimmt dramatisch zu: 180 Kinder im Jahr 2000, 750 Kinder im Jahr 2010. In den ländlichen Gebieten ist die Bevölkerung sehr arm. Die Familien können ihre Kinder oft nicht ausreichend ernähren. Das Schulgeld für die staatliche Schule kann erst recht nicht aufgebracht werden. In den Kinderheimen, die von den Mönchen geleitet werden, ist der Schulunterricht kostenlos.
Viele neue Spender helfen den Kindern in Burma. Seit Anfang 2010 können in sechs Kinderheimen über 1.800 Kinder unterstützt werden. Alle sechs werden von buddhistischen Mönchen oder Nonnen geleitet. Kraft für die Betreuung und Erziehung dieser Kinder schöpfen sie aus ihrem tiefen Glauben. Auch viele Helfer und Lehrer aus den umliegenden Dörfern, arbeiten ohne Bezahlung . Alle Kinder in diesen Heimen gehen zur Schule und bekommen drei Mahlzeiten am Tag.
Unsere Unterstützung versetzt die Mönche in die Lage auch eigenes Geld in Burma zu verdienen. Der Mönch im Kinderheim Nr. 1 mit 750 Kindern wird seit 2000 unterstützt. Mit vielen guten geschäftlichen Ideen deckt er heute 2/3 seiner jährlichen Kosten aus eigener Kraft.
Zusammen mit den leitenden Mönchen besprechen wir jedes Jahr die nächsten Projekte:
Die Kinder in den Heimen sind oft Waisen, Halbwaisen, oder ihre Eltern haben sich getrennt. Ist ein Elternteil verstorben, reicht das Geld nicht die Kinder zu ernähren.
Jedes Jahr fotografieren wir neue Mädchen und Jungen im Kinderheim. Mit diesen Fotos und einer Kurzbiographie suchen wir nach Pateneltern für die Kinder.
Mit 20 € im Monat finanzieren Sie die Schulbildung und einen Teil der Grundversorgung. Sie erhalten jedes Jahr ein neues Foto von Ihrem Patenkind
Ein Lehrer verdient im Monat 20 €. Sie sorgen damit für die Schulbildung von ein paar hundert Kindern. Dringend müssen noch weitere Lehrer eingestellt werden.